Asbest im Hafenhäuschen am Landtag entdeckt
- Oliver Auster

- 12. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:

Das kommt jetzt überraschend! Vor wenigen Tagen kam erst raus, dass das Hafenhäuschen am Rheinturm für den XXL-Landtags-Anbau abgerissen werden soll (statt abgebaut und wieder aufgebaut, wie ursprünglich mal gedacht). Jetzt stellt sich der Abriss erstens als wirklich alternativlos und zweitens etwas komplizierter dar: In dem Häuschen steckt nämlich jede Menge Asbest! Man hat es nach Landtagsblog-Informationen unter anderem in einem Boden-Aufbau und einer Zwischendecke gefunden.
Das hat der Landtag selbst erst vor wenigen Tagen erfahren, als ein neues Gutachten eintrudelte. Am Mittwoch wurde die städtische Tochter IDR informiert, der das Häuschen gehört (und die es an die Gastronomie im Rheinturm als Büro vermietet hat). Die IDR will jetzt erst mal gucken, was sie macht. Aber durch das giftige Zeug ist es praktisch ausgeschlossen, das Häuschen wirklich zu versetzen, wie es Nostalgiker gerne hätten. Für einen Bericht in der Rheinischen Post sagte mir der Abgeordnete Stefan Engstfeld (Grüne), der Mitglied der Baukommission des Landtags ist:
„Im Lichte der neuen Erkenntnisse ist ein Abriss des Häuschens wohl alternativlos. Jetzt geht es darum, das Gebäude so zurückzubauen, dass es keine Gefährdung für Mensch und Umwelt gibt. Ich bin sicher, dass das der Landtag gemeinsam mit Stadt Düsseldorf einen guten Standort finden wird, um einen originalgetreuen Nachbau des Hafenamtshäuschens zu errichten. So wird es auch weiterhin eine Erinnerung an die Tradition des Hafens geben.“
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Wenn im Frühjahr das Häuschen abgerissen werden sollte, kann man sich schon mal auf Experten in Overalls mit Schutzmasken und vermutlich ein verhülltes Häuschen einstellen. Asbest wird ja erst gefährlich, wenn man es rausholt und es durch die Gegend fliegen kann.
CDU-Abgeordneter reitet als St. Martin durch Düsseldorf

Moment mal, diesen Sankt Martin kennen wir doch: Marco Schmitz, CDU-Abgeordneter aus Düsseldorf, ritt am Dienstagabend als Mantel-Teiler durch Düsseldorf (in diesem Fall als Bischof, nicht als Soldat - macht ja jeder anders). Am Morgen um 11.11 Uhr war Schmitz noch in seiner Uniform als Präsident der Gerresheimer Bürgerwehr beim Hoppeditz-Erwachen am Rathaus (für Nicht-Rheinländer: Das ist Karneval), Abends dann der Wechsel aufs Pferd. Schmitz zum Landtagsblog:
"Seit fast 25 Jahren darf ich die Geschichte des heiligen Martin lebendig werden lassen – zuerst als Ritter, nun seit fünf Jahren als Bischof. Es ist mein schönstes Ehrenamt, denn in den leuchtenden Augen der Kinder spiegelt sich die ganze Wärme und Hoffnung dieser besonderen Geschichte."
Und:
"Besser als in der Legende des heiligen Martin kann man kaum erklären, was Menschlichkeit bedeutet: Not sehen, helfen, wo man kann, und füreinander da sein. Diese Werte sind tief in der christlichen Soziallehre verwurzelt."
Neubaur und die Baby-Delfin-Pizza

Souveräner Auftritt von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) beim Kult-Podcast "Apokalypse und Filterkaffee": Mit Host Micky Beisenherz hechelte Neubaur am Mittwoch durch die Schlagzeilen des Tages - was tatsächlich amüsant anzuhören ist. Unter anderem ging es um Tintenfisch-Döner aus Karlsruhe (gibt's wirklich), der die Grüne dazu brachte, zu fragen: Was kommt denn da als nächstes? "Baby-Delfin-Pizza?" fragte Neubaur rhetorisch.
Es ging auch um ernstere Themen wie den Magdeburger Weihnachtsmarkt oder Katherina Reiches Wirtschafts-Agenda. Aber launig wurde es vor allem bei Trumps Visa-Verbot für Übergewichtige, bei dem Beisenherz auf Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hinlenkte und Neubaur charmant abbog oder der Doku über Koks-Rapper Haftbefehl. Dessen bittere Drogenbeichte hält Neubaur für gut, weil abschreckend. Einfach mal reinhören.
Wüst trifft Weihnachtsengel

Politiker die Babys knuddeln, next Level: Keine kleinen Kinder, sondern kleine Engel hat Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch heimgesucht. Beim Foto schien auch noch das Licht durch sein Haar, als sei der Weihnachtsstern erschienen. Man kann sich vorstellen, wie man sich bei diesem Foto im Team Wüst in die Hände geklatscht hat. Aber man muss der Fairness halber sagen: Es war ein Termin, den man als Ministerpräsident schon mal machen kann: Die Weihnachtspost-Filiale in Engelskirchen feiert 40-jähriges Bestehen. Eine schöne Tradition.
Wüsts gab eine Anekdote zum Besten, die auch von mir hätte sein können (merkt man mal wieder, dass wir ähnlich alt sind: "Ich kann mich daran erinnern, dass wir einen Spielzeugkatalog hatten. Am Anfang der Adventszeit waren da ein, zwei Kreuzchen, und am Ende der Adventszeit war fast alles angekreuzt." Bestimmt auch die Luke Skywalker als Jedi-Ritter-Actionfigur...
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