Kein Gastgeschenk für Erdogan (er hatte aber auch keins für Wüst)

Heute außerdem im Landtagsblog:
Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) wird heute 50 - Glückwunsch! Gibt sicher Geschenke. Für Türkei-Präsident Recep Tayyip Erdogan gab's von Hendrik Wüst keins. Umgekehrt aber auch nicht. Lesen Sie mal...

Etliche türkische Zeitungen, Sender und Onlinemedien haben über den Besuch von Hendrik Wüst (CDU) bei Präsident Erdogan berichtet. Das Nachrichtenportal "DikGAZETE" schoss aber ein bisschen übers Ziel hinaus und nannte Wüst den Kandidaten fürs Kanzleramt und Ministerpräsidenten. Die deutschen Medien blieben bei "Kanzler-tauglich?" (bild.de). "Wüst macht den Außen-Kanzler (Westfälischer Anzeiger), "Kanzlerprobefahrt" (taz) und so weiter... Bleibt die Frage: Was hatte Wüst eigentlich als Gastgeschenk für Erdogan mit? NIX!
Nanu, was war da los?
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Aus Delegationskreisen der Reise hieß es gegenüber dem Landtagsblog:
"Im Rahmen des Gesprächs zwischen Ministerpräsident Hendrik Wüst und dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan erfolgte keine persönliche Übergabe von Geschenken. Der Austausch fand lediglich im protokollarischen Rahmen auf Delegationsebene statt."
Das ist durchaus üblich, wenn ein Termin eng getaktet ist. Da bleibt keine Zeit, noch Geschenke auszutauschen, Geschichten dazu zu erzählen und Fotos zu machen. Also: Kein protokollarischer Fehltritt, sondern Absicht.
Düsseldorfs OB schenkt Backstreet Boys Platte von den Hosen
Wenn die Backstreet Boys zehn Abende hintereinander das Düsseldorfer Stadion füllen und selbst am gediegenen Carlsplatz den ganzen Tag "Quit playing with my Heart" gespielt wird, dann müssen sich die Superstars natürlich auch ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Es gibt ein Video, in dem man sieht, wie Nick Carter und Co. das ur-rheinische Spektakel im Jan Wellem-Saal des Rathauses professionell über sich ergehen lassen. Und als Geschenk gab's (nette Idee!) Schallplatten von Düsseldorfer Bands wie Kraftwerk und den Toten Hosen.
Der Instagram-Beitrag hat am Dienstag binnen weniger Stunden unglaubliche 22.100 Gefällt mir-Klicks gesammelt. Das hat Düsseldorfs OB Stephan Keller (CDU) so auch eher selten.
FDP macht sich über Amthors Strandkorb lustig

Dafür, dass Philipp Amthor (CDU) vorher Staatssekretär im Digitalisierungsministerium war, hat er auf den Shitstorm im Social Media-Wasserglas recht unsouverän reagiert. Den selbst bezahlten (!) Strandkorb für 1600 Euro aus seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern ließ er wieder zurücksenden.
Steilvorlage für die aufgeweckte Social Media-Abteilung der FDP-Fraktion im Landtag. Chef Henning Höne spielt die Hauptrolle in dem Polit-Sketch, in dem er erst im Internet nach Strandkörben guckt ("ah, Teakholz...") und dann plötzlich sieht, dass Amthor seinen zurückgibt. Bevor Höne stornieren kann, ist die norddeutsche Spedition schon da - und Höne schickt sie weiter zur CDU... Kann man sich hier angucken.

JVA-Krankenhaus erlaubt Rauchen aus medizinischen Gründen
Der Brand im Justizvollzugskrankenhaus (JVK) Fröndenberg vergangene Woche könnte eine unerwartete Ursache gehabt haben: Die Ermittler prüfen die Möglichkeit, ob eine Zigarette im Krankenbett schuld war. Dazu muss man wissen: In besagtem Krankenhaus ist in der Psychiatrie tatsächlich das Rauchen im Zimmer (also in der Zelle) erlaubt. Und das hat - Achtung! - medizinische Gründe. Hier lesen Sie, warum:
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