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Laschet stürzt mit E-Scooter - Schulterbruch

  • Autorenbild: Oliver Auster
    Oliver Auster
  • 20. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Apr.

Heute außerdem im Landtagsblog:


Hendrik Wüst (CDU) betont gerne, dass er sich bei Olympia in NRW selbst nicht mehr im Amt sieht - und notfalls mit dem Rollator vorbeikomme. Mindestens der erste Fall könnte auch für das von ihm angekündigte zweite Abschiebegefängnis in NRW eintreten. Denn ob die Anstalt noch zu Wüsts Amtszeiten (selbst bei Wiederwahl 2027) eröffnet wird, steht in den Sternen. Warum, lesen Sie heute mit LandtagsblogPlus-Abo. Jetzt aber erst mal ganz was anderes...


E-Scooter-Fan Laschet bricht sich bei Unfall Schulter


Archivfoto: Laschet 2019 als Ministerpräsident auf einem E-Scooter bei einem Termin in Herne.
Archivfoto: Laschet 2019 als Ministerpräsident auf einem E-Scooter bei einem Termin in Herne. Screenshot: X / Land NRW

Armin Laschet (CDU) - als Ministerpräsident noch im gepanzerten Dienstwagen unterwegs - liebt als Abgeordneter in Berlin (geliehene) E-Scooter. Vor einem Jahr erzählte Laschet in einem Podcast, dass er auf dem Roller immer mit wieder mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verwechselt werde, der tatsächlich unter besonderem Schutz der Polizei steht. Und die habe sich dann beim Verteidigungsministerium beschwert, dass der Chef doch nicht mit dem E-Scooter durch die Gegend düsen dürfe...


Lustige Verwechslung, aber jetzt wird es ernst: Laschet hatte mit einem E-Scooter nämlich einen Unfall, wodurch er sich laut "Aachener Zeitung" einen Schulterbruch zugezogen hat. Bei zwei Veranstaltungen in Aachen (Karlspreis-Forum und 80. Geburtstag der "Aachener Zeitung") wurde Laschet am Wochenende mit einer Armstütz-Manschette gesichtet. Fotos davon gibt es bei Instagram.


Was genau passiert ist, wollte Laschet auf Nachfrage des Landtagsblogs leider nicht sagen. Gute Besserung!


SPD fordert 50-Prozent-Subvention fürs Deutschland-Ticket


Jochen Ott vor den Päckchen, die man in NRW so zu tragen hat.
Jochen Ott vor den Päckchen, die man in NRW so zu tragen hat. Foto: Oliver Auster

Wenn Hendrik Wüst (CDU) in der Staatskanzlei aus dem Fenster guckt, sieht er in diesen Tagen immer wieder mal Jochen Ott (SPD) unten stehen. Vor ein paar Wochen hatten die Sozialdemokraten Bobbycars vor der Staatskanzlei geparkt, um auf die Kita-Misere hinzuweisen - gestern stapelten die Sozen dort die Päckchen, die man als Arbeitnehmer in NRW so zu tragen hat (z.B. "hohe Lebenshaltungskosten", "unsichere Jobs"). Der Wind wehte die Pakete hinter Ott fast fott, aber Mitarbeiter hielten alles beisammen. Die Sozialdemokraten stellten zahlreiche Forderungen auf, von der eine besonders hängen blieb.

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Der Abgeordnete Alexander Vogt schlug nämlich vor, wegen der horrenden Spritpreise das Deutschland-Ticket in NRW für drei Monate mit der Hälfte der Kosten zu subventionieren. Das würde - so hatte Vogt ausgerechnet - das Land 230 Millionen Euro kosten. Okay.... auch viel Geld. Vogt meint trotzdem: Wenn man sich den Gesamthaushalt des Landes anschaut, sei das eine Summe, die NRW aufbringen könnte - um den Bund mit seinen Maßnahmen nicht alleine zu lassen. Vermutlich rechtlich schwierig umzusetzen, aber interessante Idee - und tatsächlich betrifft das Thema Sprit-Preise Menschen im Pendler-Land NRW auch mehr als in Hamburg oder Berlin.


Eine Zahl mit Biss: In NRW leben 30 Wölfe


Symbolbild Wolf.
Symbolbild Wolf. Foto: Unsplash

....also: noch. Denn Anfang April wurde das Bundesjagdgesetz geändert und nun können Wölfe auch geschossen werden, wenn es entweder zu viele werden (bisher in NRW nicht unbedingt absehbar) oder es sich um einen Problemwolf handelt wie "Gloria". Bisher hat sich die Regierung immer mit absoluten Zahlen zu Wölfen zurückgehalten und nur von sechs Territorien gesprochen. In einem Bericht für den Umweltausschuss werden nun endlich mal Zahlen auf den Tisch gelegt:


"Derzeit geht das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) für das laufende Monitoringjahr von etwa 30 Individuen in Nordrhein-Westfalen aus."


Eine Meldung dazu habe ich heute für dpa gemacht.


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Noch immer kein Vertrag für Abschiebe-Knast-Grundstück


Das Hauptgebäude des ehemaligen JHQ Rheindalen.
Das Hauptgebäude des ehemaligen JHQ Rheindalen. Foto: Michael Rasche/BImA

"Absehbar" ist ein weiter Begriff. Aber man würde vermutlich nicht sagen, dass fast sechs Monate ein "absehbarer" Zeitraum sind. Am 18. November hatte die Landesregierung verkündet, dass man sich mit dem Bund über die Nutzung von Teilen des JHQ-Geländes in Mönchengladbach einig geworden sei - und damit nun wirklich und endgültig den Bau der zweiten Abschiebehaftsanstalt angehen könne: "Die Verkaufsverhandlungen zwischen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) werden nun fortgesetzt und absehbar zum Abschluss gebracht."

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