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Geld für Gold: NRW zahlt 165.000 Euro Prämien an Olympioniken

Heute außerdem im Landtagsblog:


Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei einem Eishockeyspiel bei den Olympischen Spielen
Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei einem Eishockeyspiel bei den Olympischen Spielen. Foto: Instagram / Hendrik Wüst

Ich muss zugeben: Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina sind an mir völlig vorübergegangen. Was mir aber hängengeblieben ist, war die Ankündigung von "Medaillenprämien" des Landes - die erstmals ausgelobt wurden. Aber wieviel wird dann da jetzt gezahlt? Zur Erinnerung: Das Land orientiert sich an den Prämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe - und legt selbst noch mal die gleiche Summe drauf. Das Ergebnis laut Staatskanzlei:


  • Laura Nolte, Bob, Goldmedaille: 30.000 Euro.

  • Deborah Levi, Bob, Goldmedaille: 30.000 Euro.

  • Neele Schuten, Bob, Silbermedaille: 20.000 Euro.

  • Matthias Sommer, Bob, Silbermedaille: 20.000 Euro.

  • Axel Jungk, Skeleton, Silbermedaille: 20.000 Euro.

  • Jacqueline Pfeifer, Skeleton, Bronzemedaille: 10.000 Euro.


Olympia-Nerds werden einwenden, dass z.B. Axel Jungk zwei Mal Silber geholt hat - aber die Medaillenprämie gibt's (wie bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe) nur einmal. Neben den Medaillenprämien gibt es nach Angaben der Staatskanzlei Teilnahmeprämien von jeweils 5.000 Euro für diese Sportler, die keine Medaille geholt haben:


  • Kira Lipperheide, Bob.

  • Svenja Voigt, Eishockey.

  • Leon Draisaitl, Eishockey.

  • Moritz Müller, Eishockey.

  • Parker Toumie, Eishockey.

  • Hannah Neise, Skeleton.

  • Jan Stölben, Skilanglauf.

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Unterm Strich sind das also 165.000 Euro für die Olympia-Teilnehmer aus NRW. Eine schöne Förderung. Übrigens: In etwa drei Wochen sollen schon die Briefwahlunterlagen für die Bürgerentscheide über eine NRW-Bewerbung für die Sommerspiele rausgehen. Vielleicht profitiert die Abstimmung noch etwas von der Begeisterung über Italien - zumindest waren die TV-Quoten ja gut.


Landtagswahlen am 25. April - historisch unbedenklich


Mit Daten muss man ja sehr aufpassen, wie man gerade erst bei der möglichen deutschen Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 gesehen hat: Findet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zumindest (wegen 100 Jahre 1936) und Gerhard Schröder widersprach. Jetzt steht also der 25. April 2027 als Termin für die Landtagswahlen fest - und da habe ich zur Sicherheit noch mal nachgeschaut: Historisch unbedenklich! Aber interessant...


  • 25. April 1952: Baden-Württemberg wird gegründet

  • 25. April 1983: Gerd Heidemann stellt die "Hitler-Tagebücher" vor

  • 25. April 1990: Oscar Lafontaine wird beim Attentat in Köln lebensgefährlich verletzt


Wie der WDR festgestellt hat, liegt der Wahltag damit aber übrigens das erste Mal seit 1970 nicht im Mai (sonst gerne mal am Muttertag). Der WDR zitiert das Innenministerium dazu so:


"Alternativtermine zum nun festgesetzten Wahltermin hätten kurz nach den Osterferien oder in der Nähe zu sogenannten Brückenwochenenden gelegen und hätten sich nachteilig auf den Wahlkampf und auf die Wahlbeteiligung auswirken können."


Der neue Diesel-Audi des Finanzministers - das erste Foto


Optendrenks Dienstwagen am Dienstag am Landtag.
Optendrenks Dienstwagen am Dienstag am Landtag. Foto: Landtagsblog

Wie berichtet, hat Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) wieder einen Diesel als Dienstwagen, nachdem ihn sein E-Auto nur noch genervt hatte. Gestern wurde der neue Audi A8 L 50 TDI quattro am Landtag gesichtet. Coole Karre. Ganz in schwarz, hinten mit verdunkelten Scheiben (wie auch bei den anderen Ministern).


Audi ist beliebt bei Hendrik Wüst und vielen Kabinettsmitgliedern: Sechs haben einen Audi, fünf einen BMW, zwei einen Mercedes.


Wüst hilft Hagel noch einmal im Wahlkampf


Auf Manuel Hagel (CDU) hagelte gestern viel Kritik ein: Ein acht Jahre altes Video mit blöden Sprüchen (des damals 29-jährigen) Spitzenkandidaten bei der Wahl in Baden-Württemberg löste erwartbare Reflexe der Social Media-Empörung aus. Trotzdem gefährlich für den CDU-Mann: Es scheint ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Cem Özdemir (Grüne) zu werden. Da kommt (lange geplante) Wahlkampf-Hilfe aus NRW wie gerufen: Hendrik Wüst kommt am Freitagabend zu einem Polit-Talk mit dem Namen "Bühne frei" ins Bürgerzentrum Waiblingen. Ich hoffe mal, es gibt danach auch ein Video. Ohne "Eva, braune Haare, rehbraune Augen."

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2 Kommentare


jan
vor 13 Stunden

Viersen? Haben die Dienstfahrzeuge des Landtags und der Landesregierung nicht alle "NRW-Kennzeichen"?

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Oliver Auster
Oliver Auster
vor 8 Stunden
Antwort an

Tatsächlich haben die Minister meistens Kennzeichen aus ihrer Heimat. Ich frage mal, warum :-)

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