top of page

Donald-Sperre bei Olympia-Illumination (Adolf und Vladimir sind aber auch geblockt)

Heute außerdem im Landtagsblog:


Die Illumination in Düsseldorf. Rechts der QR-Code, über den man seinen Namen hochladen kann (oder auch nicht).
Die Illumination in Düsseldorf. Rechts der QR-Code, über den man seinen Namen hochladen kann (oder auch nicht). Foto: Stadt Düsseldorf

War das ein Spektakel gestern in der Lanxess-Arena: Nebel, Fontänen, jubelnde Kinder, Olympia-Helden und... Peer Steinbrück. Der gehört zum Olympia-Kompetenzteam von Hendrik Wüst (CDU), der zum Start einen Buzzer drückte - und wie berichtet damit symbolisch Illuminationen an verschiedenen markanten Gebäuden startete. Über einen QR-Code an den Hauswänden kann man da als Bürger auch mitmachen. Damit nicht irgendwer "Ich liebe Uschi" oder sonst was an die Wand zum Beispiel des Düsseldorfer Schauspielhauses illuminiert, darf man nur seinen Namen eintippen - und ein Wort aussuchen, welches man mit Olympia verbindet (z.B. "Party", "Fairness" oder "Begegnungen"). Der Versuch "LANDTAGSBLOG" als Namen einzutippen, scheiterte schon mal ("Dieser Name ist nicht erlaubt"). "AUSTER" ging auch nicht, "OLIVER" klappte. Okay, also nur Vornamen. Aber... von denen sind auch viele gesperrt.


Erwartbar, dass "ADOLF" nicht geht, "VLADIMIR" aber auch nicht. Und "DONALD" ebenfalls nicht. Kurios: "PUMUCKL" ist erlaubt (und war gestern Abend am Schauspielhaus zu sehen). Wer auch immer die Blacklist oder Whitelist aufgesetzt hat, hat zumindest Humor.


Praxis-Test: Der Name "DONALD" (das System schreibt alles automatisch in Großbuchstaben) ist nicht erlaubt
Praxis-Test: Der Name "DONALD" (das System schreibt alles automatisch in Großbuchstaben) ist nicht erlaubt. Screenshot: Landtagsblog

Gelungen ist (finde ich) der Slogan "Unsere Städte. Unsere Spiele", der im Mittelpunkt der Kampagne steht, die genau drei Monate vor den Bürgerentscheiden in allen beteiligten Kommunen mit dem Kölner Event begonnen hat. Apropos Köln: Dort war ausgerechnet Fußball-Ikone und TV-Experte Christoph Kramer nicht dabei, wobei er wohl zumindest bei der jungen Generation das bekannteste Gesicht des Kompetenz-Teams sein dürfte. Was bekommen die Mitglieder (darunter auch Olympionikin Isabell Werth und Para-Leichtathlet Markus Rehm) eigentlich dafür? Ein Sprecher der Staatskanzlei sagte dazu dem Landtagsblog:


"Die sechs herausragenden Persönlichkeiten des Teams tragen mit ihrer Erfahrung, ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Haltung dazu bei, unsere Bewerbung voranzubringen. Die Mitglieder des Teams erhalten dafür keine Entlohnung, sondern lediglich eine Aufwandspauschale vergleichbar mit der Tätigkeit in anderen Gremien."


Wieviel auch immer das sein mag.


Umweltminister hört Wanderfalken am Rheinturm


Minister Oliver Krischer hat ein Öhrchen für Vögel. Auch am Rheinturm.
Minister Oliver Krischer hat ein Öhrchen für Vögel. Auch am Rheinturm. Fotos: Umweltministerium & Oliver Auster

Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) ist Hobby-Ornithologe - und hat das absolute Gehör für Vogelstimmen. Wirklich! Vergangene Woche hörte er auf dem Weg zum Umweltausschuss die Stimmen von Wanderfalken am Rheinturm neben dem Landtag. „Wanderfalken suchen sich immer den höchsten Punkt“, weiß der Minister. Die Raubvögel leben nur in der Höhe und berühren quasi nie den Boden. Und laut Lokalzeitungs-Archiven haben seit 1994 auch immer wieder mal welche am Rheinturm gebrütet. Ob das gerade auch so ist? Der Besitzer des Turms, die städtische Tochter IDR, weiß es leider nicht.

Die neuesten Beiträge aus dem Landtagsblog immer frisch in Ihrem Email-Postfach?

Fun Fact: Auch der Landtag hat seit 2004 ungefähr zwanzig Mal im Jahr Falken zur Taubenvergrämung im Einsatz, damit die nicht alles vollschei.... Vom Landtag hieß es dazu auf Landtagsblog-Anfrage:


"Abgesehen vom Falkner sind keine weiteren Maßnahmen notwendig. In der Vergangenheit dienten Netze und weitere Aufbauten der Vergrämung von Tauben. Diese Installationen sind mittlerweile weitestgehend zurückgebaut worden. Sie waren nur bedingt geeignet und teurer als die Beauftragung eines Falkners. Die Lage hat sich durch den regelmäßigen Einsatz des Falkners deutlich verbessert."


Verpflichtender Probe-Download für neues Prüfungssystem


Dieses Jahr werden die Gymnasien erstmals ihre Abi-Prüfungen über das neue zentrale Download-System des Landes bekommen. Vergangenes Jahr haben die Abendgymnasien damit schon mal losgelegt. Durch den G8/G9 -Wechsel sind es dieses Jahr nicht sehr viele "echte" Gymnasien, die überhaupt Aufgaben brauchen - aber es geht bei dem neuen System "Prüfungsportal NRW" (PP NRW) um alle zentralen Prüfungen an allen möglichen Schulformen und daher soll es in den kommenden Tagen einen verpflichtenden Probedownload geben, wenn man das System dieses Jahr nutzen wird. "Vorsorglich weise ich darauf hin, dass die Teilnahme am Probedownload für Ihre Schule verpflichtend und als vorrangiges Dienstgeschäft einzuplanen ist", mahnt Staatssekretär Urban Mauer in einer Email an alle Schulen.


Die Laschets als Juroren in Vox-Koch-Show


Armin Laschet und sein Sohn Joe sind jeweils in ihrem Geschäftsbereich ausgekochte Schlitzohren, jetzt machten sie gemeinsame Sache in einer Koch-Show. In dem Vox-Format "Güngörmus und Oskan liefern ab" testeten sie einen Pop-Up-Imbiss in Aachen. Dort servierten Sternekoch Ali Güngörmüs und Elif Oskan improvisierte Leckereien aus der Pappschale. Güngörmüs und Armin Laschet kennen sich schon lange, Oskan hatte keine Ahnung, der Politiker ist.


Die beiden Laschets machten eine gute Figur, auch wenn Vater Armin teilweise etwas lost wirkte. Geschmeckt hat's auf jeden Fall. Wie "Quotenmeter" berichtet, war die Sendung leider kein Erfolg. Was wohl weniger an den Laschets als viel mehr an den Köchen lag. Die Woche zuvor waren nämlich die wesentlich prominenteren Star-Brutzler Tim Mälzer und Roland Trettl bei der Sendung am Start. Bisschen unfairer Wettbewerb.

 Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Gerne geschehen! Kostet Sie auch nichts. Aber: Das Landtagsblog lebt von Recherche - und Ihrer Hilfe. Haben Sie eine Info für mich? Schreiben Sie mir per Email an info@landtagsblog.de oder anonym über das Kontaktformular.

Kommentare


bottom of page