Rätsel um die Sparkassen-Opfer von Gelsenkirchen: Erst 51 haben sich gemeldet
- Oliver Auster

- vor 13 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:

Die Rätsel um den Millionen-Coup von Gelsenkirchen sind definitiv größer als das Loch in der Wand...
In diesen Tagen melden sich in Medien mehrere Anwälte zu Wort, die nach eigenen Angaben zig Opfer des spektakulären Sparkassen-Einbruchs vertreten. Alleine der Marler Anwalt Burkhard Benecken betreut mit seinen Kanzlei-Kollegen nach eigenen Angaben mehr als 100 Mandanten in der Sache. Das Komische ist nur: Zuletzt hatten sich erst 51 Opfer gemeldet und konkrete Schäden benannt. So berichtete es Innenminister Herbert Reul (CDU) nach Landtagsblog-Informationen den verdutzten Abgeordneten am Dienstag im nichtöffentlichen Teil der Sondersitzung des Innenausschusses. Laut Reul summiert sich der Schaden der 51 besagten Opfer aber bereits auf gut fünf Millionen Euro.
Wenn man das auf rund 3100 geknackte Schließfächer hochrechnet, käme man auf mehr als 300 Millionen Euro Beute. Eine Summe, die in Ermittlerkreisen schon einmal kursierte. Nur: Tatsächlich weiß (noch) keiner, wie hoch der Schaden wirklich ist. Weil eben mehr als 3049 Menschen ihren Schaden bei der Polizei noch nicht konkret benannt haben. Mysteriös.
Die neuesten Beiträge aus dem Landtagsblog immer frisch in Ihrem Email-Postfach?
Im vertraulichen Teil der Sondersitzung ging es auch um die Sicherungsmaßnahmen im Tresorraum: Laut Reul gab es dort weder Kameras noch Bewegungsmelder. Warum die Alarmanlage mindestens zeitweise außer Betrieb war, wird noch ermittelt. Was in der vertraulichen Sitzung noch mal deutlich wurde: Die Täter hatten intime Kenntnisse - von den Zugängen bis zum Grundriss des Gebäudes.
SPD kürt Spitzenkandidaten Ende Januar
Die SPD hat ja schon lange angekündigt, ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2027 jetzt im Januar zu küren. Nun gibt es auch ein Datum: Der Parteivorstand geht am 23. und 24. Januar in Klausur - und will danach einen Namen nennen. Aber wer kann das sein? Nachdem Sören Link und Bärbel Bas abgewunken haben, bleiben - würde man meinen - nur noch Fraktionschef Jochen Ott und Partei-Chefin Sarah Philipp übrig. "Table Media" überraschte am Mittwochabend Newsletter-Leser mit einer wilden Spekulation: Garrelt Duin. Die Älteren erinnern sich: Er war von 2012 bis 2017 NRW-Wirtschaftsminister. Naja. Aber vielleicht haben Sie eine Idee: Wer soll ran? Schreiben Sie mir gerne.
Landesregierung klärt auf: So war das mit dem JU-Dinner

Vor ein paar Tagen waren die Jungen Liberalen bei Hendrik Wüst (CDU) in der Staatskanzlei zu Gast und obwohl man sich um 19 Uhr traf, standen (nur) Kaffee und Kekse auf dem Tisch. Wir erinnern uns: Das war beim Besuch der Jungen Union ganz anders, der CDU-Nachwuchs hatte ein Abendessen bekommen - das die Partei aber selbst bezahlte. Dieser Vorgang hatte auch den SPD-Abgeordneten (und Generalsekretär) Frederick Cordes auf den Plan gerufen, der eine Kleine Anfrage an die Regierung stellte. Jetzt ist die Antwort da. Auszüge:
"Der Ministerpräsident trifft regelmäßig Vertreter unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen in der Staatskanzlei. Um die Perspektiven der jungen Generation besser zu verstehen, ist dem Ministerpräsidenten der Austausch zu diesen und weiteren Themen wichtig. Aus diesem Grund hat der Ministerpräsident gern dem Wunsch der Jungen Union NRW entsprochen und den Landesvorstand zu einem Austausch in die Staatskanzlei eingeladen.
(...)
Um möglichst vielen der ehrenamtlich engagierten Mitglieder des Landesvorstands der Jungen Union NRW eine Teilnahme an dem Austausch zu ermöglichen, wurde der Termin in die Abendstunden gelegt. Es hat daraufhin die Anregung gegeben, den Austausch im Rahmen eines Abendessens durchzuführen. Diesem Wunsch hat die Staatskanzlei gerne entsprochen, jedoch unter der Maßgabe, dass die CDU Nordrhein-Westfalen für die Kosten des Abendessens aufkommt."
Wäre das auch geklärt.
"Sendung mit der Maus" dreht am Uecker im Landtag

Die "Sendung mit der Maus" war im Landtag und. hat am Nagel-Kunstwerk von Günther Uecker am Einfang zum Plenarsaal gedreht. In der Sendung (wird am 18. Januar ausgestrahlt) geht es denn auch um Nägel. Daher kam man darauf, für den Vorspann mit Moderator Ralph Caspers am Uecker-Werk "Interferenzen" zu filmen.
"Bei dem Bild ist es ja so: Die Nägel sind so angeordnet, dass sie sich auf einen Kreis in der Mitte konzentrieren. Das ist ein Sinnbild dafür, dass der Mensch der Mittelpunkt sein soll."
Und das sei bei der "Sendung mit der Maus" ja genauso.
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Gerne geschehen! Kostet Sie auch nichts. Aber: Das Landtagsblog lebt von Recherche - und Ihrer Hilfe. Haben Sie eine Info für mich? Schreiben Sie mir per Email an info@landtagsblog.de oder anonym über das Kontaktformular.






Kommentare