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Reuls Bodyguard geht an Karneval als Knacki

Heute außerdem im Landtagsblog:


Ausschnitt aus einem Insta-Video, im Hintergrund Reuls Bodyguard als Knacki.
Ausschnitt aus einem Insta-Video, im Hintergrund Reuls Bodyguard als Knacki. Foto: Instagram / Herbert Reul

Andere Polizisten gehen Streife, dieser Polizist trägt Streifen...


Wir sehen: Einen Elite-Beamten des Personschutzkommandos, verkleidet als Häftling. In dieser launigen Kostümierung begleitete er am Rosenmontag Innenminister Herbert Reul (CDU) beim Zoch in Köln. Dem Chef wird's gefallen haben.


Denn Reul ist - wie bekannt - harter Karnevalist und ließ sich vom Festkomitee des Kölner Karnevals für seinen Platz auf dem Wagen des Zugleiters sogar als Fell-Cowboy einkleiden. "Ist ein bisschen ungewöhnlich für mich", gab Reul bei Instagram schmunzelnd zu Protokoll. Aber: "Mitgehangen. mitgefangen." Das gilt eben auch für die Leibwächter, die Reul schon mal in Mexikaner-Ponchos (mit Sombrero) begleitet haben.


Ebenfalls beim Kölner Rosenmontagszug gesichtet: Europaminister Nathanael Liminski auf dem (Abschieds-)Wagen des Karnevalspräsidenten und SPD-Fraktionschef und Spitzenkandidat Jochen Ott bei der Fußgruppe des Eduardus-Krankenhauses. In Düsseldorf war Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) auf der VIP-Tribüne am Rathaus, verkleidet als Raumfahrerin.


Erste Abgeordnete zeigt ihre Tätowierung


Franziska Müller-Rech (FDP) zeigt einen Orden - und ihre Tätowierung.
Franziska Müller-Rech (FDP) zeigt einen Orden - und ihre Tätowierung. Foto: Instagram / Franziska Müller-REch

Noch eine ungewöhnliche Entdeckung im Karneval: Die FDP-Abgeordnete Franziska Müller-Rech zeigte bei Instagram die vielen Orden, die sie in der Session eingesammelt hat - und ließ dabei einen Blick auf eine auffällige Tätowierung am Oberarm auf: Funkelnde Sterne. Wie kommt's? Müller-Rech verriet dem Landtagsblog über das Tattoo:


"Es ist nicht das einzige. Das am Oberarm habe ich seit ca. 10 Jahren (hat keine Bedeutung). Noch ein kleiner Fun fact: Kurz vor Beginn der Parlamentariergruppenreise 2023 in die USA habe ich mir in New York Nummer 4 stechen lassen."


Müller-Rech hat Abends beim Bierchen übrigens dann auch von zwei Grünen-Abgeordneten (beide Frauen) erfahren, dass sie auch Tätowierungen haben. Wenn Sie Ihre zeigen wollen, gerne an info@landtagsblog.de.


AfD-Chef Vincentz rechnet mit Gegenkandidaten ab


Martin Vincentz (li.) mit den Interviewern von "Hallo Meinung".
Martin Vincentz (li.) mit den Interviewern von "Hallo Meinung". Foto: youtube / Hallo Meinung

Martin Vincentz sitzt in seinem Landtagsbüro und lässt sich anderthalb Stunden interviewen. Oder sagen wir mal: Er lässt sich Stichworte geben. Das Gespräch mit dem Youtuber Peter Weber ("Hallo Meinung") sorgt parteiintern gerade für Aufsehen: Vincentz geht hart mit der neuen AfD-Jugendorganisation "Generation Deutschland" in NRW ins Gericht (wo Menschen aus dem Team Matthias Helferich die Kontrolle übernommen haben). Vincentz verrät auch, was er von dem Duo hält, das ihn bei den Vorstandswahlen im März herausfordern will: Nichts.

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Vincentz beteuert zwar, dass er nicht an seinem Stuhl klebe - den wolle er aber nur für einen frei machen, der besser ist als er. Die Doppelspitzen-Kandidaten Christian Zaum und Fabian Jacobi sind es für ihn nicht: "Herr Zaum hat keine Erfahrung im Landesvorstand", so Vincentz und Jacobi sei "ein Solitär, kein Teamspieler". Zudem seien die beiden als Bundestagsabgeordnete ja meistens in Berlin und nicht in NRW. Der Parteitag ist am 7. und 8, März in Marl angesetzt.


Josefine Pauls Dienst-Handy wird "sicher verwahrt"


Ministerin Josefine Paul (Grüne) bei ihrer Rücktritts-Erklärung.
Ministerin Josefine Paul (Grüne) bei ihrer Rücktritts-Erklärung. Foto: Oliver Auster

Wenn der Postmann drei mal klingelt: Am Freitag kamen gleich drei Schreiben der Landesregierung beim Vorsitzenden des U-Ausschusses zum Solingen-Anschlag, Thomas Kutschaty an: Eins vom Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, und zwei von Flüchtlingsstaatssekretär Lorenz Bahr. In allen drei Briefen (liegen dem Landtagsblog vor) ging es um den Dauer-Streit um die Aktenlieferungen für den Ausschuss. Erste Botschaft: Es ist (immer noch) nicht alles vollständig. Und zweitens, nach dem Rücktritt Josefine Pauls (Grüne) als Ministerin natürlich relevant:


"Die dienstlichen digitalen Endgeräte wurden von Frau Staatsministerin a.D. Paul zurückgegeben und werden sicher verwahrt. Die E-Mail-Postfächer der Staatsministerin a.D. wurden, entsprechend des Löschmoratoriums, ebenfalls gesichert und sämtliche untersuchungsrelevante Dokumente werden dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss V zur Verfügung gestellt."


Aber...


"Das private digitale Endgerät der Staatsministerin a.D. befindet sich naturgemäß in ihrem Privatbesitz. Sofern untersuchungsrelevante SMS oder Chatnachrichten von diesem Gerät verschickt wurden, sind diese als Screenshots gesichert und dem Ausschuss vorgelegt worden."


FDP und SPD sind nach den drei Schreiben noch immer nicht zufrieden, wie WAZ und RP am Wochenende berichteten. Dem Landtagsblog sagte die SPD-Obfrau im U-Ausschuss, Lisa Kapteinat:


"Die neuen Schreiben von Minister Liminski und Staatssekretär Bahr sind zwar auf dem Papier länger als ihre Vorläufer – substanzielle Antworten fehlen jedoch weiterhin. Wer hat entschieden die geheimen SMS dem Untersuchungsausschuss über ein Jahr lang vorzuenthalten? Die Landesregierung übt sich hier weiterhin im Schweigen und Ausweichen.

Von Ministerpräsident Wüsts Transparenzversprechen ist nichts zu sehen. Wann der Untersuchungsausschuss endlich vollständige Unterlagen erhält, bleibt nach wie vor völlig offen. 15 Monate nach Einsetzung des PUA ein klares Armutszeugnis für die Landesregierung."

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