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Wüst-Phantom verwirrt Berliner Politik-Reporter

Autorenbild: Oliver Auster
Oliver Auster
vor 2 Stunden
4 Min. Lesezeit

Heute außerdem im Landtagsblog:


Friedrich Merz nimmt das CDU-Debakel in Meck-Pomm (teilweise) auf seine Kappe - aber eine ganz andere Kopfbedeckung elektrisierte am Sonntagabend die Hauptstadt-Presse. Sollte der Mann mit Kapuzenjacke, Käppi und Turnschuhen etwa Hendrik Wüst sein? Das ist so herrlich bekloppt, dass das Landtagsblog natürlich auf Spurensuche ging. Das Ergebnis folgt gleich. Weiter unten noch ganz anderer Content - unter anderem aus der Rubrik "Lange nichts gehört von...." Joachim Stamp. Jetzt aber erst mal "Aktenzeichen CDU.... ungelöst":


Ausschnitt aus dem Instagram-Video des SWR
Ausschnitt aus dem Instagram-Video des SWR. Foto: Instagram / SWR Aktuell

Der historische Wahlabend in Schwerin wurde zur langen Wahlnacht für die Kanzler-Reporter in der Hauptstadt. Als das offizielle Programm im Konrad Adenauer-Haus beendet war, verbreitete sich die Nachricht, dass sich mehrere CDU-Ministerpräsidenten noch in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz treffen. Schnell versammelten sich dort die Merz-Ultras der Hauptstadtpresse und nahmen die sonst eher unbedeutende Mainzer Botschaft ins Visier. Die Kolleginnen und Kollegen sichteten Boris Rhein (Hessen), Daniel Günther (Schleswig-Holstein), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), Manuel Hagel (Ba-Wü), nur nicht... Hendrik Wüst. Doch dann - es war schon gegen 22.30 Uhr - huschte ein Mann mit Käppi, Kapuzenjacke und weißen Turnschuhen aus der Landesvertretung.


Der SWR hat mit Aufnahmen seines Reporters Enno Osburg dazu ein Video bei Instagram veröffentlicht, das an historische "Aufnahmen" des Ungeheuers von Loch Ness erinnert: Kann das wirklich... ja, war das etwa Hendrik Wüst?!


JA.


Seine "Tarnung" (war in Wahrheit wohl eher sein normaler Dress nach eigentlichem Dienstschluss) nützte wenig, da sein Personenschützer gleich hinterher marschierte - unverkleidet. Und den kennt man nun mal vom Sehen. Wäre das auch geklärt.


Gestern Abend kam Wüst - ohne Käppi, aber im Anzug - zum "Ständehaus Treff" der "Rheinischen Post" im ehemaligen Landtag (alias Ständehaus) gegenüber der NRW-CDU-Zentrale. Wüst antwortete auf die Farge von "RP"-Chef Moritz Döbler, ob er Kanzler werden wolle nicht ganz überraschend: "Ich möchte Ministerpräsident bleiben."


Pfosten am Landtag wieder umgefahren - Polizeieinsatz


Der Pfosten auf Halbmast, Polizei im Einsatz.
Der Pfosten auf Halbmast, Polizei im Einsatz. Foto: Landtagsblog-Leserreporter

Dieser Pfosten hat echt einen schweren Stand...


Schön öfter hat das Landtagsblog über den Pfosten auf dem Fahrradweg direkt am Landtag berichtet, der mal da und mal weg war - weil ihn jemand angefahren hatte (nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto). Am Freitagmorgen war es schon wieder soweit. Der Pfosten wurde in stabile Schräglage gebracht, die Polizei rückte zur Pfosten-Unfallaufnahme an und die Stadt ließ erst ein Warnschild aufstellen und die Blechleiche entfernen. Immerhin: Der Pfosten soll ja verhindern, dass Autos auf die Fahrradstraße fahren. Das hat er unter Einsatz seines Lebens mal wieder geschafft


Taucht NRW in den Berlin-Leaks auf?


Dieses Darkweb ist für mich ja ein größeres Rätsel als die Maschinencode-Listen damals im "64er-Magazin". Von daher habe ich es auch nicht geschafft, mir die in Berlin geklauten Dateien reinzuziehen, die eine Hackerbande im üblen Teil des Internets veröffentlicht hat. Ich bin mir aber sicher, dass sämtliche deutschen (und ausländischen) Dienste sich das sehr genau anschauen. Und so hat jetzt die FDP im Landtag - zu recht - eine Kleine Anfrage gestellt, ob eigentlich auch NRW in den Datensätzen auftaucht.

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Der konkrete Anlass: Der Vorsitzende der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Tobias Schulze, hatte gesagt, dass sich unter den veröffentlichten Informationen auch Pläne kritischer Infrastruktur samt Kriseneinsatzplänen anderer Bundesländer (!) befinden sollen. Da kann man schon mal nachfragen. Ob die Antwort wirklich was hergeben wird, wage ich zu bezweifeln. Das Land wird wohl nicht noch darauf aufmerksam machen, dass es im Darkweb nackig gemacht wurde. Von daher tippe ich auf einen Verweis auf die Geheimhaltung.



Ex-Minister Stamp jetzt als Lobbyist registriert


Wenn Joachim Stamp (FDP) dieser Tage auf die Schlagzeilen über die "Coesfelder Liste" blickt, wird er sich ärgern. Das Thema Abschiebungen war ihm zu seiner Zeit als Flüchtlingsminister in NRW wichtig (er wollte damals übrigens schon ein zweites Abschiebegefängnis), später wurde er Sonderbevollmächtigter der Bundesregierung für Migrationsabkommen.


Bekanntermaßen schaffte Kanzler Friedrich Merz (CDU) quasi als erste Amtshandlung etliche Bevollmächtigte und Beauftragte ab und Stamp brauchte einen neuen Job. Er heuerte als "Senior Advisor" bei der Kanzlei von Ole von Beust an und taucht jetzt auch im Lobbyregister des Bundestags auf. Dort schreibt Stamp über sich selbst:

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