Pünktlich zur WM: Erster Minister als Fußball-Sticker
- Oliver Auster

- vor 20 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 10 Stunden
Heute außerdem im Landtagsblog:
Jochen Ott war Lehrer. Ob er das Folgende in einer Mathearbeit hätte durchgehen lassen? Bei der Delegiertenkonferenz der SPD wurde Ott offiziell mit 96,2 Prozent gewählt. Bei 204 Stimmen von 218 Delegierten. Das wären dann aber "nur" 93,6 Prozent. Wie kommt's? Einer enthielt sich, sechs Stimmen waren ungültig (wie immer das passieren kann). Die ungültigen Stimmen wurden nicht mitgezählt, wodurch Ott auf 96,2 Prozent der gültigen Stimmen kam. Wie dem auch sei: Die SPD zieht geeint in ein einen herausfordernden Wahlkampf und Ott war auch kein Mathelehrer. Und damit geben wir ab zur WM...
Erster Minister als Fuball-Sticker - in Fantasie-Trikot
Erst der Klopp-Klopper ("Noch!"), dann das 7:1 gegen Blue - äh - die Blauen von Curacao. Wunderbarer Start für die deutsche WM-Elf.
Auch Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) gibt es jetzt - KI sei Dank - als Fußball-Sammelkarte. Im Gegensatz zu einer echten Karte aus der aktuellen Kollektion stehen Größe und Gewicht nicht dabei (war das früher eigentlich auch so? Finde mein Panini-Heft von 1986 nicht mehr…).
Dafür erfahren wir: Des Ministers Lieblingsvereine sind der VVV Venlo (ehrlich?!) und Borussia Mönchengladbach. Optendrenk wurde ein Fantasie-Trikot verpasst - so spart sich der Finanzminister auch Ärger mit dem DFB.
Übrigens: Im Finanzministerium gibt es - wie auch in anderen Ressorts - ein WM-Tippspiel. Ob Optendrenk da mitmacht, ist unbekannt. Die meisten treten ja bei diesen Spielen unter Spitznamen an. Augen auf, bei diesen hier:
Henne75
SchwarzerSheriffLeichlingen
LumpiNeubaur
KarlJosefLauterbach
Littiminski
BVBrandes
Dieser kleine Scherz ist nicht KI-generiert. Muss man inzwischen ja schon kenntlich machen…
Knast-Hunde können jetzt synthetische Drogen erschnüffeln

Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind in den NRW-Gefängnissen eine Riesenproblem. Man kann sie zum Beispiel auf Papier träufeln und so locker in einem Buch oder Papieren in den Knast schmuggeln. Es gibt bereits einen Pilotprojekt, um Gegenstände technisch danach zu untersuchen. Jetzt gehen aber auch Spürhunde auf die Suche.
Kommende Woche besucht Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) das Trainingszentrum der Diensthundestaffel des Justizvollzugs. Hintergrund: Der Diensthundestaffel ist es in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt (LKA) gelungen, Hunden das Aufspüren von neuen psychoaktiven Stoffen anzutrainieren. Bislang suchen Hunde bereits nach „normalen“ Drogen und Handys in Zellen.
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"Mit ihrem erfolgreichen Training der Hunde ist die nordrheinwestfälische Diensthundestaffel des Justizvollzugs Vorreiter im gesamten Bundesgebiet", heißt es in der Einladung zum Termin mit Limbach.
Fall Menden: Verfahren gegen Juso-Politikerin eingestellt
Erfolg für Thomas Kutschaty: Der SPD-Abgeordnete und ehemalige Justizminister hat als Rechtsanwalt eine Juso-Nachwuchs-Politikerin rausgehauen. Ihr (und einem Bekannten) war vorgeworfen worden, vor einem Wahlkampf-Auftritt des damaligen Kanzlerkandidaten Friedrich Merz (CDU) fiese Graffiti an die Schützenhalle Menden gesprüht zu haben. Der Fall nahm danach verrückte Wendungen - mit rechtswidrigen Durchsuchungen und einem CDU-Lokalpolitiker, von Beruf Polizist, der sich auch noch eingemischt hatte. Wie auch immer: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen die Juso-Frau und ihren Bekannten eingestellt - der Verdacht gegen die beiden konnte nicht belegt werden.
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Kutschaty erreichte die gute Nachricht zu seinem 58. Geburtstag. Er sagte mir für die dpa:
"Die Einstellung des Ermittlungsverfahrens war nach über 14 Monaten längst überfällig. Schon nach der rechtswidrigen Hausdurchsuchung war klar, dass meine Mandantin mit dem Vorfall nichts zu tun hat. Eine junge Frau aber trotzdem noch über ein Jahr dem Druck des offenen Verfahrens auszusetzen, war nicht korrekt."

AfD will mit SPD für Scharrenbach-U-Ausschuss stimmen

Darauf hätte die SPD sicher gerne verzichtet: Die AfD will mit für den Antrag der Genossen stimmen, einen Parlamentarischen Untersuchungs-Ausschuss (PUA) zum Fall Ina Scharrenbach (CDU) einzusetzen. Was die AfD sagt und warum der Start sich verzögern könnte, lesen Sie hier:
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