Blitzschnell! Neuer Job für Ex-Regierungs-Präsident Wilk - hier sagt er, wie es dazu kam
- Oliver Auster

- vor 9 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:

Das ging schnell....
Vor genau vier Wochen schmiss Kölns Regierungspräsident Thomas Wilk völlig überraschend hin, er schied zum 31. Januar aus. Jetzt hat er bereits einen neuen Job. Wilk ist neuer Partner der internationalen Rechtsanwaltskanzlei "Luther". Dort führt er die neue Tochterfirma "Luther Public Services GmbH", die Beratung für Verwaltungen anbietet. Also Wilks ureigener Bereich. So schreibt er selbst auch auf LinkedIn:
"Ich durfte in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn alle Verwaltungsebenen von innen kennen lernen, was mir nun in der Beratung der öffentlichen Hand sehr zugute kommt."
Das Innenministerium hatte als die der Bezirksregierung vorgesetzte Stelle nach eigenen Angaben offiziell keine Ahnung von Wilks neuem Job. Eine Sprecherin sagte: "Die neue Beschäftigung ist hier durch entsprechende Berichterstattung in den Medien bekannt geworden." Damit meint das Ministerium einen Artikel über die Personalie im Fachportal "Juve".
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Wilk betonte gegenüber dem Landtagsblog, dass er sich erst nach seinem angekündigten Rückzug aus dem Landesdienst um einen neuen Job gekümmert habe. Als alles fix gewesen sei, habe er informell Innenminister Herbert Reul und die Staatskanzlei informiert, das er zukünftig als Rechtsanwalt arbeiten werde.
Was seine künftigen Mandate angeht, werde er „penibel darauf achten, dass es keine Interessenskollision geben wird.“ Ein Mandat, das sich mit seiner früheren Tätigkeit überschneiden würde, werde seine Kanzlei entweder von vornherein ablehnen oder ein Kollege würde das übernehmen – und ihn davon abschirmen.
Das geht über die Regeln hinaus, die es laut Innenministerium ohnehin gibt:
"Ruhestandsbeamtinnen und -beamte haben die Ausübung einer Beschäftigung außerhalb des öffentlichen Dienstes, die mit der vormaligen dienstlichen Tätigkeit im Zusammenhang steht, anzuzeigen, wenn durch diese dienstliche Interessen beeinträchtigt werden könnten. Dies gilt für einen Zeitraum von fünf bzw. bei Ruhestand wegen Erreichens der Altersgrenze drei Jahren ab Eintritt in den Ruhestand. Im Falle einer Tätigkeit als Rechtsanwalt besteht dementsprechend eine Verpflichtung, Mandate mit konkretem Bezug zur früheren dienstlichen Tätigkeit, bei denen die Beeinträchtigung dienstlicher Interessen zu besorgen ist, anzuzeigen."
Da Wilk solche Mandate gar nicht annehmen will, muss er entsprechend auch nichts anmelden.
Termin fürs NRW-Sommerfest in Berlin steht
So, alle mal die Kalender raus: Das kultige "NRW-Fest" soll dieses Jahr am 10. Juni in der Berliner Landesvertretung stattfinden. Wer also schon mal als Frühbucher sein ICE-Ticket oder ein Hotel klarmachen möchte - bitteschön! Für alle, die nicht wissen, worum es hier geht: Fast jede Landesvertretung macht in der Hauptstadt ein Sommerfest. Die NRW-Edition gehört in der Berlin-Blase (mit z.B. Niedersachsen) zu den beliebtesten. Geladen sind Politiker, Journalisten, Verbandsmenschen, Lobbyisten, Sponsoren (die bezahlen nämlich fast alles) und noch viele mehr. Hunderte Gäste reisen aus NRW dafür an - was immer wieder zu der scherzhaften Frage führt, warum man nicht lieber die paar Berliner Gäste nach Düsseldorf bringt. Aber so ist es eben immer das schöne Gefühl Klassenfahrt.
NRW-Polizei wirbt mit dem viralen Pinguin

Es gibt ja viele Internet-Trends, die kann man sich nicht erklären - sollte man aber auch nicht so viel drüber nachdenken, sondern einfach mitmachen. So wie beim einsamen Pinguin. Der latschte in einer alten Doku von seiner Kolonie weg und der Kommentator fragt sich: "But why?" Das nahmen erst Scherzkekse und dann die Werbeindustrie auf, die auf die Frage nach dem "Warum" zum Beispiel mit einem Besuch des Pinguins bei Lidl antwortete.
Jetzt hat auch das Social Media-Team der NRW-Polizei zugeschlagen, das die nähere Zukunft des Pinguins auf einem Polizeipferd und in einem Streifenwagen sieht. KI, sinnvoll eingesetzt...
Stadtrat von Herten stimmt im 2. Anlauf für Olympia-Entscheid
Hart, härter, Herten: Die SPD ist dort gestern Abend standhaft geblieben und hat (erneut) gegen den Bürgerentscheid für eine Olympia-Bewerbung gestimmt. Wie berichtet, hatte eine Mehrheit im Rat das Thema einfach noch mal auf die Tagesordnung gehoben - nachdem es beim ersten Durchgang dank SPD und einiger Krankheitsfälle keine 2/3-Mehrheit gegeben hatte. Am Donnerstagabend fluppte es dann, auch dank der AfD, die sich zum olympischen Retter stilisieren konnte. Nun haben allerdings auch alle 17 Kommunen den Weg für die Bürgerentscheide freigemacht, abgestimmt wird Mitte/Ende März - ausgezählt dann am 19. April.
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