Rätsel um Dach-Graffiti an Ministeriums-Baustelle
- Oliver Auster

- vor 1 Stunde
- 3 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:

Seit Jahren wird das ehemalige Familienministerium an der Haroldstraße revitalisiert (also kernsaniert), von außen ist nicht viel Fortschritt zu erkennen. Jetzt ist aber etwas Neues in "SICHT". Eben dieser Schriftzug wurde nämlich von Unbekannten offenbar vom Dach herunter an der Fassade angebracht. Was ist denn da los?
Ein Sprecher des landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) sagte dem Landtagsblog:
"Das Gelände ist nach den üblichen Sicherheitsvorgaben durch Bauzäune und Einlasskontrollen abgesperrt. Dennoch haben sich unbekannte Dritte unbefugt Zutritt zur Baustelle verschafft und den Schriftzug angebracht."
Und: Wird jetzt ermittelt? Der Sprecher:
"Auf eine Anzeige wurde verzichtet, da kein monetärer Schaden entstanden ist: Im Rahmen des Projektes ist ohnehin noch eine Fassadenreinigung geplant, bei der der Schriftzug dann mit entfernt wird."
Bleibt die Frage: Was wollten uns die "Künstler" mit dem Graffiti "SICHT" wohl sagen? Wenn Sie eine Ahnung haben, schreiben Sie mir gerne.
Im Innenministerium entführen die Möhnen heute Reul
Helau und Alaaf! Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, ist es entweder noch recht früh - oder Sie sind kein Karnevalist. In Köln (mehr) und Düsseldorf (weniger) ist heute die Hölle los, auch wenn das Wetter manchen Narren ausbremsen könnte. Im Landtag lässt es sich warm und kuschelig feiern, hier steigt die Party in der Kantine (ab 11.11 Uhr). Wer noch kein Eintrittsbändchen hat - Pech gehabt. Es gibt keine Tageskasse.
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Aber: Vielleicht kennen Sie ja jemanden in der Staatskanzlei oder im Innenministerium. Dort gibt es - wie auch in anderen Häusern - an Altweiber traditionell auch Partys. Vor allem im Innenministerium soll immer einiges los sein, inklusive verkleidetem Spitzenpersonal (wie dem Verfassungsschutzchef mit Schlapphut). Organisiert wird die Sause vom Personalrat, es gibt sogar Möhnen, die Chef Herbert Reul (CDU) zur Party "entführen".
Haben Sie ein Herz fürs Landtagsblog und schicken Sie ein Foto von Ihrer Party! Per WhatsApp oder Email (info@landtagsblog.de).
Kuper unterzeichnet Solidaritäts-Anzeige für Tilly
"Die Gedanken sind frei" - unter diesem Motto haben am Mittwoch zahlreiche Unterzeichner (darunter auch die "Toten Hosen") eine Solidaritäts-Anzeige mit Wagenbauer Jacques Tilly in der Rheinischen Post veröffentlicht. Unter den Namen ist auch Landtagspräsident André Kuper.
Dazu muss man wissen: Kuper pflegt enge Beziehungen zu Tilly. Der Künstler hat das Logo des "Närrischen Landtags" geprägt und entwirft seit mehreren Jahren den Sessionsorden des Landtags (davon wurden schon 1200 verteilt).
Kuper sagte dem Landtagsblog: „Die Gäste des Närrischen Landtags nehmen mit dem Orden von Jacques Tilly ein Symbol für Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenrechte mit. Das Strafverfahren in Russland wegen Verunglimpfung durch seine Karikaturen zeigt: Nur Demokratien garantieren Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Wir stehen hinter Jacques Tilly."
Jochen Ott hat Pils, Kölsch und Alt im Kühlschrank
Der "Westfälische Anzeiger" hat pünktlich zu Karneval ein launiges Interview mit SPD-Fraktionschef und Spitzenkandidat Jochen Ott geführt, in dem es unter anderem um seinen Hund (namens "Kennedy") und Bier geht. Auf die Frage, wieviel Kölsch er trinken und trotzdem noch eine gescheite Rede im Landtag halten könne, sagt Ott: "Ich finde schon, dass die Leute Anspruch darauf haben, dass man ganz bewusst und nüchtern sagt, was man sagt.". Nachfrage des "WA": Wenn Alkohol, Pils oder Kölsch? Antwort Ott: Es gebe bei allen Biersorten leckere und nicht so leckere Marken - und: "Ich habe in meinem Kühlschrank Pils, Kölsch und Alt."
In dem Interview geht's übrigens auch um die Frage, ob Hendrik Wüst (CDU) Humor hat. Ott sagt: "Doch, ich glaube schon, dass man mit ihm lachen kann." Vermutlich wenig lachen konnte Wüst über die falsche Insta-Geschichte der SPD, über die das Landtagsblog gestern berichtete. Ein paar Stunden später machten es die Genossen wieder gut und entschuldigten sich via Instagram. Fair!
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