Rätsel um Autor des Scharrenbach-Vermerks gelöst?
- Oliver Auster

- 5. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:
Das Landtagsblog ist ja bekannt dafür, sowohl wichtige als auch weniger wichtige Fragen zu beantworten. Die wichtigste heute ist natürlich: Trug Hendrik Wüst als Junge wirklich einen goldenen Ohrring, wie auf einem restaurierten Instagram-Foto zu sehen? Wenn Sie das gelesen haben, können Sie sich gerne noch der Frage zuwenden, wer den berühmten Vermerk zu Ina Scharrenbach beim Chef der Staatskanzlei eingereicht hat, der die ganze Affäre ins Rollen gebracht hat. Dazu unten mehr - wenn Sie LandtagsblogPlus abonniert haben (sonst einfach mal machen).
Hatte Wüst als Junge wirklich einen Ohrring?

Hendrik Wüst lud am Dienstag bei Instagram Kinder- und Jugendfotos hoch, die er einmal im Original und einmal als hochauflösende 4K-Version zeigte – wobei im letzteren Fall eine KI nachgeholfen hatte. Wüst schrieb dazu, wie groß die Chancen von KI seien – und wie man gleichzeitig aufpassen müsse: Schließlich sei es ein Eingriff ins Original.
Wie recht Wüst hat, zeigt sich bei einem der Fotos besonders: In der KI-Version trägt der junge Hendrik einen goldenen Ohrring. Wüst hatte mal einen Ohrring?!
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Das kann man ja kaum glauben - und war auch nicht so. Wüst trug nie einen Ohrring. Die KI hat gesponnen und aus einer Macke im Bild oder vielleicht einer Haarsträhne einen Ohrring gemacht.
Was keine KI-Halluzination ist: Wüst war mal Kinderprinz beim Karneval (auch dieses Foto zeigt er im Original und in 4K-Version) und Sternsinger und Handballer. Die Frisuren und Klamotten seiner Zeitreise wecken viele Erinnerungen bei Menschen, die in den 70ern geboren wurden und in den 80er und 90er Jahren aufwuchsen. Mein Highlight: Wüsts Handball-Kumpels tragen Trikots mit der Werbung von "DEA". Bei denen hatte das Benzin an der Tanke noch weniger als 1 Mark gekostet...
Viel neue Arbeit für Landeszentrale für Politische Bildung

Wer Politik studiert hat, kennt noch die wunderbaren Angebote der Bundeszentrale für Politische Bildung: Da gab es etliche gute Bücher - gratis. Was die Landeszentrale für Politische Bildung so macht, ist vielleicht nicht jedem so präsent (mir auch nicht), aber das soll sich jetzt ändern. Die Landeszentrale ist jetzt beim Landtag angedockt und ein neues Kuratorium unter Leitung von Präsident André Kuper hat gestern erstmals getagt und der Landeszentrale einen Knallhart-Katalog an neuen Aufgaben auf den Tisch gelegt. Nach Informationen des Landtagsblogs hat das Kuratorium nämlich beschlossen, dass...
... die Landeszentrale sich bei „Landtag Lokal“ beteiligen soll.
.... die Landeszentrale mit dem Landtag eine gemeinsamen "Wahl-Tour" im Frühjahr 2027 starten soll, um über die anstehende Landtagswahl am 25. April zu informieren (vor allem zum neuen Wahlalter ab 16)
.... die Landeszentrale in der neuen Bibliothek mit einem Informationsangebot vertreten sein soll.
.... die Leitung der Landeszentrale ein Konzept für Öffentlichkeitsarbeit und eine landesweite „Pop-Up-Tour“ vorlegen soll.
Da gibt's ja jetzt Einiges zu tun.
Arne Lieb jetzt neuer Sprecher bei Ministerin Schäffer

LandtagsblogPlus-Leser wussten es schon am 16. März: Jetzt ist Arne Lieb offiziell neuer Sprecher des Ministeriums mit dem längsten Namen der Welt: Dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Er startete am 1. Mai, seit Montag ist auf der Website des Ministeriums auch sein Foto zu sehen.
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Lieb war vorher Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag und kannte daher die damalige Fraktionschefin Verena Schäffer gut - die Josefine Paul (Grüne) als Ministerin Ende Januar beerbt hatte. Die Grünen suchen noch nach einem Nachfolger (m/w/d) für Lieb.

Rätsel um Autor des Scharrenbach-Vermerks gelöst?

Heute ist im Landtag eine Fragestunde angesetzt, bei der die Staatskanzlei sagen soll, wann sie schriftlich oder mündlich Beschwerden über Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) erreicht haben. Die bekannteste Eingabe ist wohl der Aktenvermerk an Staatskanzleichef Nathanael Liminski, den der „Spiegel“ in seiner Enthüllungsgeschichte über Scharrenbach publik gemacht hatte. Seit längerem wabert das Gerücht durch Düsseldorf, dass der Vermerk von keinem Unbekannten in dem ganzen Komplex Scharrenbach verfasst wurde. Und zwar...
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