Reul lässt CDU zittern: Tritt er 2027 nicht wieder an?
- Oliver Auster

- 8. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Heute außerdem im Landtagsblog:
Das roch gestern aber gut im Landtag: In der Cafeteria gab es frische Waffeln. Ich hoffe, ich kann Ihnen heute auch diese Geschichte für LandtagsblogPlus-Abonnenten schmackhaft machen: Die CDU im Rheinisch-Bergischen Kreis zittert, ob Herbert Reul bei der Landtagswahl noch mal antritt. Ansonsten geht es heute um Schrott bei der AfD und einen launigen Spruch im Landtag.
Rechts falsch abgebogen? AfD schrottet Fraktionsauto

Die AfD-Fraktion im Landtag hat keinen Dienstwagen für ihren Chef (wie viele andere Fraktionen), sondern nur einen Mercedes Vito für alle - der wird vor allem genutzt, wenn die Fraktion draußen mal einen Stand aufbaut.
Jetzt sieht der das Auto der Rechtspopulisten allerdings recht lädiert aus: Ein Malheur in der Landtagstiefgarage, eine Wand war im Weg. Ein Fall für die Versicherung.
Die Fraktionen müssen ihre Autos (samt Versicherung) übrigens selbst bezahlen. Also aus den allgemeinen Mitteln, die sie vom Landtag bekommen. Ob sie das Geld dann in einen E-Bus (wie die SPD) oder eine normale Limousine (wie CDU und FDP) stecken, ist den Fraktionen überlassen. Die CDU zum Beispiel hat einen Dienstwagen für ihren Vorsitzenden Torsten Schick und noch einen Vito für Transporte usw.
Kult-Spruch von "Karl-Josef Lauterbach"

Karl Lauterbach und Karl-Josef Laumann - also zwei Mal Karl und zwei Mal Lau: Da kann man schon mal durcheinanderkommen. So wie Landtags-Vizepräsident Christof Raache (FDP), der gestern in der Plenarsitzung das Wort an "Minister Karl-Josef Lauterbach" erteilte. Laumann (nicht Lauterbach) sagte daraufhin laut dpa: "Uns beiden zu verwechseln - also unterschiedlicher können eigentlich zwei Menschen gar nicht sein." Und dann der Brüller: "Der eine sieht aus, als ob er verhungert, und ich sehe aus, als sei ich schuld dran."
Herrlich.
Neubaurs gespaltene Instagram-Persönlichkeit

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? Das fragte sich Philosoph Richard David Precht schon 2007 - und man fühlt sich 19 Jahre später jetzt bei der Antwort von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der FDP daran erinnert. Die Liberalen wollten nach Neubaurs Besuch bei einer Soli-Veranstaltung für den Biergarten "Three Little Birds" (Landtagsblog-Leser erinnern sich) wissen, wie die Ministerin es mit ihrem Instagram-Account hält. Den nutzt Neubaur größtenteils dienstlich, die Ankündigung zum "Three Little Birds"-Besuch wiederum will sie privat verstanden wissen. Aber wie soll man denn jetzt merken, als wer oder was Neubaur gerade postet? Ihre Antwort:
"In welcher Kommunikationsrolle die Inhaberinnen und Inhaber auf ihren persönlichen Konten jeweils auftreten, also ob z.B. als Mitglied der Landesregierung, als Abgeordnete, als angehörige einer Partei oder als Privatperson, ergibt sich aus dem jeweiligen Sachkontext der Äußerung."
Ach sooo.
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Reul lässt CDU zittern: Tritt er 2027 nicht wieder an?
Herbert Reul ist 73, aber lässt manchen jungen Politiker alt aussehen (naja, eigentlich fast alle): Der Mann hat eine bemerkenswerte Power und geht gefühlt nur mal nach Hause, um das Hemd zu wechseln. Im Kabinett Wüst ist er der populärste Minister, der selbst bei der Polizei einen richtig guten Stand hat (warum, kann man gut auf diesem Video sehen). Reul ist natürlich auch für die CDU ein Zugpferd. Aber jetzt lässt er seine Partei zittern. Und das kommt so…
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