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Exklusiv: Die neuen Wahlkampf-Plakate und der Slogan der NRW-CDU

  • Autorenbild: Oliver Auster
    Oliver Auster
  • vor 12 Minuten
  • 5 Min. Lesezeit

Heute außerdem im Landtagsblog:


Es wird (wieder) eine heiße Woche und während der Bundestag schon in der Sommerpause ist, trifft sich der Landtag noch zu zwei Plenarsitzungen. Auch das Landtagsblog hat diese Woche noch ein paar launige Geschichten im Köcher. Heute geht es unter anderem um den Wahlkampf der CDU und das Stadttor, in das jetzt ein erstes Landtags-Team zieht.


Moshpit-Ministerin Neubaur bei den "Broilers"


Mona Neubaur (Grüne) war beim Konzert der "Toten Hosen" im Düsseldorfer Stadion schon dort, wo ich von oben nur mit Respekt drauf geschaut habe: Direkt an der Moshpit vor der Bühne, wo die harten Fans strudelten und es ordentlich Crowdsurfing gab. Neubaur hatte ein Foto aus ihrer Perspektive bei Instagram hochgeladen. Jetzt war Neubaur schon wieder im Stadion, fast gleiche Stelle - bei den "Broilers". Eine befreundete Band der Hosen, die zum ersten Mal die Arena bespielte.

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Neubaur lud eine kurze Story bei Instagram hoch, in dem die Masse gerade die "Bro Hymn" von "Pennywise" grölt - bevor es auf der Bühne losgeht. "Wenn Broilers, dann richtig", schrieb Neubaur (wie auch schon bei den "Toten Hosen") dazu. Schubsen, Bierdusche, Heiserkeit - läuft. Danke an einen Landtagsblog-Leser für den Hinweis - und weil der "Pennywise"-Song vielleicht nicht nur mich an meine Jugend erinnert, habe ich die Insta-Story für die Allgemeinheit gesichert.


Linksradikale wollen demnächst "auf besseres Wetter warten"


Das "Kommando Angry Birds" hat sich am Samstagmorgen via Indymedia zu den Anschlägen auf Kabel an der Bahnstrecke zwischen Leverkusen und Langenfeld bekannt. Die linksradikale Gruppierung verteidigt den Anschlag, bereut aber, dass es dadurch zu Böschungsbränden kam. In dem Bekennerschreiben heißt es:


"Wir bedauern, dass sich das Feuer geringfügig ausbreiten konnte und danken der Feuerwehr für die Eindämmung. In Zukunft werden wir auf günstigeres Wetter warten."


Ohne Worte.


Stinkefinger-Eklat bei der AfD


Jacobi zeigt Esser den doppelten Stinkefinger
Jacobi zeigt Esser den doppelten Stinkefinger

Das hätte es bei den von der AfD so beschimpften "Altparteien" nicht gegeben: Bei der Rede des Kandidaten Klaus Esser zeigte ein "Parteifreund" (und Bundestagsabgeordneter) ihm beide Mittelfinger. Die Geschichte dahinter ist etwas länger...


Der Stinkefinger-Mann ist Fabian Jacobi. Der kandidierte zuletzt (erfolglos) als AfD-NRW-Chef gegen Martin Vincentz und spielt im Lager von Rechtsaußen-Politiker Matthias Helferich. Helferich wiederum ist der Erzfeind Essers. Und deshalb trat Helferich am Samstag auch (unangekündigt, aber nicht überraschend) für Listenplatz 13 gegen Esser an. Helferich ist zwar schon Bundestagsabgeordneter, man kann aber auch gleichzeitig im Landtag sein - von daher wäre das ein realistisches Szenario gewesen, Listenplatz 13 ist sicher.


Esser redete zuerst, sprach über "Kameradenschweine", Deals anderer mit Journalisten (denen er sich verwehrt habe) und eigene Fehler (die er nicht konkret benannte, für die er aber vor der Partei geradestehen werde). Dann kam Helferich, der mehr brüllte als redete und unter anderem eine Meldestelle für Gewalt gegen Einheimische forderte. Bei beiden Reden gab es Applaus und Buh-Rufe - je nach Lager. Nach dem ersten Wahlgang hatte Esser 246 Stimmen (247 wären nötig), Helferich 217. Noch ein Wahlgang, Esser kam dann auf 251, Helferich auf 221 Stimmen - Esser wurde damit auf Listenplatz 13 gewählt. Helferich verzichtete auf die Kandidatur für einen anderen Listenplatz. Er hatte Esser geärgert, Ziel erreicht. Dachte man....


....aber dann ging es um Listenplatz 22. Und plötzlich wurden mehr als 100 (!) Aspiranten gemeldet. Darunter Menschen, die gar nicht vor Ort waren, geschweige denn was mit der AfD zu tun haben. Am Ende blieben wohl 95 übrig, die alle acht Minuten Zeit für ihre Vorstellung hatten. Ich habe das Ende verpasst, vielleicht gab's auch noch keins.



Ziemiak kündigt digitalsten Wahlkampf aller Zeiten an


Die NRW-CDU hat am Samstag auf einer internen Kampagnenkonferenz in einem Konferenz-Hotel nahe dem Düsseldorfer Flughafen die Vorbereitungen für die Landtagswahl gestartet. Alle Kandidatinnen und Kandidaten waren da, Landesparteichef (und Ministerpräsident) Hendrik Wüst hielt eine Rede - und Generalsekretär Paul Ziemiak stellte den Teilnehmern das sogenannte "Look and feel" der kommenden Kampagne vor - also worauf man sich einstellen kann. Das Landtagsblog zeigt exklusiv erste Plakatentwürfe, die Farbe, den Slogan und dazu eine Einordnung durch Ziemiak.

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