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Wüst oder Söder - wer hat die meisten Patenkinder?

  • Autorenbild: Oliver Auster
    Oliver Auster
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  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16Std.

Heute außerdem im Landtagsblog:


Egal, ob Unions-Einfluss oder Olympia - Hendrik Wüst und Markus Söder wirken wie ewige Rivalen. Beide dienen sich auch als Ehrenpaten an, sobald zum Beispiel Drillinge geboren werden. Wüst wurde gerade erst Ehren-Onkel für eineiige Drillinge in Bielefeld. Aber wieviele Patenkinder hat er inzwischen eigentlich? Und wieviele hat Söder? Das Landtagsblog weiß, wer Deutschlands Rekord-Onkel ist - und Sie erfahren es exklusiv als Abonnent von LandtagsblogPlus unten . Ansonsten schließen Sie gerne ein Abo ab (gibt es auch erst mal für eine Woche) - oder lesen Sie hier ganz kostenfrei zum Beispiel, warum eine einzige AfD-Abgeordnete gleich 15 Angestellte beschäftigt.


AfD-Abgeordnete hat 15 Angestellte - hier sagt sie, warum


Enxhi Seli-Zacharias.
Enxhi Seli-Zacharias. Foto: AfD

Diese Zahl warf Fragen auf: Der Landtag hatte vor wenigen Tagen eine Statistik herausgegeben, wonach es im Landtag ein einziges AfD-Mitglied mit gleich 15 Mitarbeitern gebe. Jetzt hat der Landtag mir für den Kölner Stadt-Anzeiger gesagt, wer das ist: Die Gelsenkirchener AfD-Abgeordnete Enxhi Seli-Zacharias. Sie verteidigt das Modell.

 

Zum Vergleich: Im Schnitt hat jeder Landtagsabgeordnete 5,17 Mitarbeiter. Bei der AfD-Fraktion ist der Schnitt mit 8,5 Mitarbeitern pro Abgeordneten am höchsten. Bei der SPD sind es 5,66 und bei der CDU 5,18. Jeder FDP-Abgeordnete beschäftigt im Schnitt 4,67 Angestellte und jeder Grüne (nur) 3,56.

 

Bei der CDU gibt es ein nicht genanntes Fraktionsmitglied, das immerhin zehn Mitarbeiter hat – von der Zahl 15 bei Seli-Zacharias ist das allerdings immer noch weit entfernt. Egal, wie viele Menschen ein Abgeordneter beschäftigt, der Landtag bezahlt dafür insgesamt höchstens 10.208 Euro – aus Steuergeld.

 

Dieses Geld kann ein Abgeordneter auf so viele Köpfe verteilen, wie er möchte. Ein Sprecher des Landtags formuliert das so: „Im Rahmen des Erstattungshöchstbetrags und unter Beachtung des Mindestlohnes und der Richtsätze kann ein Mitglied des Landtags frei über die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Mitarbeiterpauschale entscheiden.

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Seli-Zacharias sagte mir für den "Kölner Stadt-Anzeiger", dass sie seit etwas zwei Jahren die Arbeit auf so viele Menschen verteile, weil das frühere Konzept mit einer 70-Prozent-Stelle und wenigen weiteren Mitarbeitern nicht funktioniert habe. „Das aktuelle Modell ist perfekt für mich“, so die Abgeordnete. Sie verzichte auf einen klassischen Büroleiter und beschäftige lieber zum Beispiel fünf Menschen für Verwaltungsaufgaben und sechs für Social Media. „Ich habe riesige Reichweiten im Internet“, so Seli-Zacharias: „Das kommt nicht von ungefähr.“ Dadurch bekomme sie auch 150 E-Mails pro Tag – für deren Beantwortung sie bereits mehrere Angestellte habe.

 

Die Politikerin sagt zwar selbst, dass sie viele Menschen mit kommunalpolitischem Mandat beschäftige – das nutze ihr politisch aber gar nichts: „Ich habe nicht so viele Mitarbeiter, um mir irgendwas zu erkaufen.“ Hintergrund: Vor wenigen Tagen hatte es bereits Aufsehen um Seli-Zacharias‘ Mini-Jobberin Agnieszka Laasch gegeben, die Ehefrau des Duisburger AfD-Kreischef Andreas Laasch ist. Aber Seli-Zacharias betont: Rund die Hälfte ihrer Mitarbeiter seien keine Parteileute, sondern Externe.


Hagel macht schlimmen Tweet von Kölner CDU-Mann berühmt


Ich kenne Manuel Hagel (CDU) nicht, aber irgendwie scheint er mir nicht ganz so gut beraten. Am Mittwoch durfte man sich zunächst über ein "Bunte"-Interview mit dem Spitzenkandidaten der baden-württembergischen CDU zusammen mit seiner Frau wundern. Natürlich ging es auch um "Eva" mit den "rehbraunen Augen". Hagel hatte es bisher so dargestellt, als habe seine Frau ihm damals nach dem TV-Interview, in dem er das berichtete, "direkt den Kopf gewaschen". Jetzt sagte Franziska Hagel wiederum in der "Bunte": "Das klingt dramatischer, als es war, wir haben geredet, so wie wir das immer tun.“ Aha.


Gestern ging im Laufe des Tages dann ein X-Beitrag von Hagel viral, in dem er sich ein Kölner CDU-Mitglied vorknöpft. Gundolf Siebeke (muss man nicht kennen) hatte bei X geschrieben, dass Cem Özdemir als Muslim nicht Ministerpräsident in Ba-Wü werden könne. Der Tweet sorgte zwar für ein größeres Echo, aber erst durch Hagels Reaktion bei X ging die Debatte durch die Decke. Am Ende reagierte auch noch die Kölner CDU-Chefin Serap Güler bei X, die sich entschuldigte und ein Ordnungsverfahren gegen Siebeke ankündigte - allerdings schlauerweise, ohne dessen Namen zu nennen und ihm noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dafür hatte Hagel ja schon gesorgt.


Hannelore Kraft - cool wie nie


Hannelore Kraft und Hendrik Wüst in Mönchengladbach
Hannelore Kraft und Hendrik Wüst in Mönchengladbach. Foto: Instagram / Land NRW

Lange nicht gesehen, Hannelore Kraft! Seit die ehemalige SPD-Ministerpräsidentin keine Abgeordnete mehr ist, macht sie sich im Landtag rar. Aber: Sie ist Vize-Präsidentin bei Borussia Mönchengladbach und dem Sport allgemein eng verbunden. Gestern tauchte Kraft mit Sonnenbrille, Puma-Sneakers und Borussia-grüner Jacke (samt Anstecker) bei einem Termin mit ihrem Nach-Nachfolger Hendrik Wüst (CDU) auf. Es ging um den ersten Spatenstich für das neue nationale Hockey-Trainingszentrum, das neben dem Mönchengladbacher Hockeypark entsteht.


„Mönchengladbach ist der Hockey-Tempel in Europa", lobte Wüst - der dann auch noch selbst zum Schläger griff. Bund und Land sponsern das Projekt über die Zukunftsagentur Rheinisches Revier mit 26 Millionen Euro. Es soll unter anderem eine Sportschule und eine Halle für ganzjähriges Training entstehen.


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